Auf dem diesjährigen FiSH-Festival 2026 in Rostock wurde erneut der Medienkompetenzpreis Mecklenburg-Vorpommern verliehen – eine der bedeutendsten Auszeichnungen für kreative und gesellschaftlich relevante Medienprojekte im Land. In der Kategorie Schule und Bildung überzeugte ein herausragendes Projekt aus dem Bildungsgang Heilerziehungspflege, das im Rahmen von Modul 9 entwickelt wurde.

Das prämierte Projekt mit dem Titel „Medienbildung für alle“, entwickelt von Laura Degelow, Jule Paape, Lotte Paape sowie Finn Hirschner, setzt sich auf eindrucksvolle Weise mit der Bedeutung von Medienkompetenz in der inklusiven Arbeit auseinander. Die angehenden Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger entwickelten ein multimediales Konzept, das Menschen mit Unterstützungsbedarf dabei unterstützt, digitale Medien selbstbestimmt, sicher und kritisch zu nutzen. Ziel war es, Barrieren abzubauen und die gesellschaftliche Teilhabe im digitalen Raum aktiv zu fördern.

Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist der eigens gegründete Instagram-Account „medien_montag“, über den regelmäßig leicht verständliche Inhalte, Tutorials und praxisnahe Einblicke veröffentlicht werden. Auf diese Weise wird Medienbildung niedrigschwellig und alltagsnah vermittelt – und direkt dort platziert, wo viele Menschen ohnehin aktiv sind: in sozialen Netzwerken.

Im Zentrum des Projekts stehen vielfältige Lernmaterialien, darunter Videos, interaktive Übungen und visuell unterstützte Anleitungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Unterstützungsbedarf zugeschnitten sind. Besonders hervorzuheben ist die enge Verbindung von fachlicher Expertise aus der Heilerziehungspflege mit medienpädagogischen Ansätzen. Die Teilnehmenden bewiesen dabei nicht nur technisches Können, sondern auch ein hohes Maß an Empathie und Praxisnähe.

Zusätzlich wurde das Projekt in Kooperation mit dem Tageswerk Neustrelitz gUG realisiert, wodurch ein direkter Praxisbezug sichergestellt und die entwickelten Inhalte unmittelbar erprobt werden konnten.

Die Jury lobte insbesondere die nachhaltige Wirkung des Projekts: Die erarbeiteten Materialien sowie der Instagram-Account sollen langfristig weitergeführt und in der Praxis eingesetzt werden. Damit leistet „Medienbildung für alle“ einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Medienkompetenz in einem Bereich, der bislang oft zu wenig im Fokus steht.

Begleitet zur Preisverleihung wurde das Quartett von Mitschülerinnen aus dem Bildungsgang „staatlich anerkannte Erzieherin“, die ebenfalls ein Projekt eingereicht haben sowie dem Projektmodulbetreuer Ronny Korablin.

(Bilder: Katrin Zeisler/Ronny Korablin; Text: Ronny Korablin)