Im Rahmen des Projekts „Alt Rehse revisited. Multimediale Geschichtsarbeit im ländlichen Raum“ begrüßte die Projektleitung der Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte (EBB) Alt Rehse am 29. September 2025 im Dorfgemeinschaftshaus die Klasse PFF43. Begleitet wurde der spannende und zugleich nachdenkliche Ausflug nach Alt Rehse von Frau Pahlke und Frau Hollstein.
Alt Rehse ist ein historisch belasteter Ort – einst Sitz der sogenannten „Führerschule der Deutschen Ärzteschaft“, an der während des Nationalsozialismus Mediziner ideologisch geschult wurden. Für angehende Pflegekräfte bietet dieser Ort eine besondere Gelegenheit, die eigene Berufsidentität im Spannungsfeld von Geschichte, Ethik und Verantwortung zu hinterfragen.
Nach einer kurzen Einführung in die Thematik, setzten sich die Auszubildenden in einer Gruppenarbeit mit einem Würfelzeitstrahl kreativ mit der Geschichte und Entwicklung des Ortes auseinander. Eine aufgezeichnete Rede von Wagner sowie eine Filmvorführung gaben im Anschluss tiefere Einblicke in die historische Bedeutung Alt Rehses, das in der Zeit des Nationalsozialismus eine besondere Rolle spielte.
Nach einer kurzen Kaffeepause folgte ein interaktiver Rundgang durch Alt Rehse, der mithilfe einer App „Actionbound“ spannende Informationen und neue Perspektiven eröffnete. Auch eine Mittagspause bot Gelegenheit für Austausch und Erholung, bevor sich die Gruppe mit dem Thema emotionale Vergemeinschaftung auseinandersetzte und darüber diskutierte, wie Gemeinschaftsgefühle entstehen und genutzt werden können.
Der Tag endete mit einer gemeinsamen Auswertung, in der Eindrücke, Erkenntnisse und offene Fragen zusammengetragen wurden.
Ein besonderes Highlight des Ausflugs war der Besuch des Bunkers, der die historische Dimension des Ortes noch greifbarer machte und bei vielen einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Die Exkursion nach Alt Rehse bot den angehenden Pflegefachkräften nicht nur eine lehrreiche Auseinandersetzung mit Geschichte und Erinnerungskultur, sondern auch wertvolle Denkanstöße für ihr zukünftiges berufliches Handeln.
Text: Maria Lehnert, Schulsozialarbeiterin
Bilder: Steffi Pahlke, Lehrerin













